Samstag, Dezember 23, 2006

Oh du fröhliche Weihnachtsfeier!



Abschließend zu meinem kurzen Arbeitsjahr möchte ich heute etwas über meine alten und neuen Erfahrungen in der Arbeitswelt erzählen.

Jedes Jahr der gleiche Ärger. Entweder musste ich arbeiten oder die Weihnachtsfeier war am letzten Arbeitstag und nach einem langen Tag im Hotel oder Büro. Während die Anderen feierten saß ich am Empfang und nahm die letzten Reservierungen entgegen. Einchecken wollten in Hannover so kurz vor Weihnachten nur wenige. Wenn man Glück hatte kam ein/e Kollege/in und brachte mir etwas zu Essen. Das schlung ich runter, denn zwischendurch klingelte immer wieder das Telefon etc. Wenn ich mal nicht arbeiten musste war es immer zu einer Zeit außerhalb der Arbeitszeit. Ich musste mich aufbrezeln und in den tollsten Restaurants von Hannover wurde dann gespeist. Natürlich ein 5-7 Gänge Menü. Jede wichtige Person hielt eine Rede, die dann noch einmal alle positiven Geschäftsergebnisse + genaue Zahlen beinhaltete. GÄÄÄÄÄHN!!
Ich saß verklemmt zwischen Mitarbeitern, die ich nicht mochte weil der Chef es ja so wollte. Bunte Reihe und die Abteilungen mal nicht zusammen. Ist vielleicht ein guter Ansatz aber nicht gerade für eine betriebliche Weihnachtsfeier wenn eh schon alle gestresst sind. Und dann wird erstmal bis 24 Uhr das Menü serviert. Vorher hatte ich nie die Gelegenheit zu flüchten, denn den offiziellen Teil muss man durchhalten. Dann beobachtete ich die ersten Schnapsleichen. Die Frauen wurden dann immer aggresiv und die Männer offener. Es gab auch schon Weihnachtsfeiern wo sich Abteilungsleiter hinaustragen lassen mussten.Ich spreche hier aber nicht von meiner Hotelzeit. Es war immer alles sehr vom Feinsten aber auch langatmig udn eben auch sehr seltsam. Warum ich euch diese alten Geschichten, die jeder schon einmal erlebt hat erzähle hat einen guten Grund.
Dieses Jahr war alles anders. Es war eine Weihnachtsfeier mit 150 Leuten, die von den Azubis als Projektarbeit organisiert wurden ist. In der heißen Phase habe ich mich als kleine Hilfe angeboten und die wurde dankend angenommen. Am Donnerstag war es dann soweit. Und jetzt zähle ich euch kurz und knapp die positiven neuen Erfahrungen auf.

1. Die Azubis bekamen volle Anerkennung
2. Die Reden dauerten (Anzahl 3) in der Regal 5-10 Minuten ohne groß auszuholen
3. 3 lustige Showeinlagen
4. Dauer 12-15 Uhr
5. Jeder nahm daran teil
6. kein Alk(sind ja im Sport)

Und dann am etwas was ich in dieser Form noch nie erleben durfte. Als die Showeinlagen ihre "Danke-Schön-Weihnachtsbaumriesenplätzchen"bekamen, wurde doch glatt mein Name aufgerufen. So musste Frau S. vor die Bühne treten. Und das nur weil ich geholfen hatte. Ich war knallrot und überrascht. Die Azubis freuten udn feixten sich eins. Es war ein ganz anderes Erlebnis. Es war eine lockere, angenehme Weihnachtsfeier ohne schwere Nebenwirkungen. Endlich habe ich ein gutes Beispiel erleben dürfen.

So, und jetzt wünsche ich euch noch keine frohe Weihnachten , denn hier im Ballsaal gibt es morgen zu Heiligabend eine kleine Überraschung für euch.

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