Mittwoch, Juni 13, 2007

CITA

Ich habe mir noch nie etwas aus Boygroups gemacht. Mein erstes Konzert besuchte ich 2001 und sonst konnte ich nie die Hysterie der Mädels verstehen. Nur für eine Band fahre ich etwas weiter, aber mehr auch nicht.

Im Jahr 1995 war eine gewisse Band mit dem Namen "Caught In The Act" sehr beliebt bei den Mädels. Für mich waren das Weicheier. Die Musik langweilte mich und hübsch waren diese "Kens" auch nicht. 1995 absolvierte ich meine zweite betriebliche Ausbildung zur Hotelfachfrau, als diese Band ein Konzert in Hannover gab. Sie übernachteten in meinem Ausbildungsbetrieb. Zu dieser Zeit war ich gerade im Housekeeping und hatte mit dem checken der Zimmer eine große Verantwortung übernommen. Auf meiner Zimmerliste stand nur der Vermerk "VIP: Obstkorb und Bademantel". Also bestellte ich in der Küche diverse Obstkörbe und legte die Bademäntel in die Zimmer. Die Namen habe ich nicht beachtet. Klang alles holländisch. Am frühen Mittag reisten die Leute an und bezogen ihre Zimmer. Im Hotel interessierte das keinen. Hauptsache der normale Betrieb lief weiter und die Stamm- und anderen Hausgäste wurden nicht belästigt. Es war ruhig rund ums Hotel. Wir machten Feierabend, die nächste Schicht übernahm die Arbeit um uns am nächsten Tag wieder abzulösen.

Ich fuhr damals immer noch mit dem Fahrrad zur Arbeit. Bei Wind und Wetter. Es war also 7 Uhr in der Früh, als ich über die Felder des Industriegebietes in Altwarmbüchen das Hotel erreichte. Ich sprang vom Fahrrad und ging durch die Hintertür der Küche ins Hotel, als mir am Rande des Parkplatzes ein komisches Gekicher auffiel. Da ich aber nicht mehr viel Zeit hatte, um mich umzuziehen zögerte ich nicht und schenkte dem Gekicker keine Beachtung. Ich zog meine Housekeepingklamotten an und holte mir die Zimmerlisten vom Frontoffice ab. Teilte anhand der Liste die Zimmermädchen ein, und verschaffte mir einen Überblick der Bleiben und Abreisen. Die ersten Gäste kamen zum Frühstück. Das Restaurant hatte eine riesige Fensterfront. Eigentlich bestand das Restaraut nur aus Fenstern. Der Ausblick waren die Felder hinter dem Hotel. Also neben der Küche. Gegen 10 Uhr kamen dann die Herren von CITA zum Frühstück ins Restaurant. Sie hatten ihr Gepäck gleich mit runtergebracht. Super! So konnten die Zimmermädchen gleich mit dem putzen beginnen. In diesem Fall waren wir zu zweit auf diesen besagten Zimmern der CITAs und öffneten die Fenster als ein großes Geschrei von unten kam. Wir guckten uns verwundert an und gingen dann zum Fenster und öffneten die Gardinen. Und nun wurde es noch lauter. Es wurden Plakate mit " I Love You" hochgehalten. Wir winken und lachten. Die Mädels dort unten wurden nun böse. Sie beschimpften uns mit "Schlampen". Die hatten tatsächlich die ganze Nacht vor dem Hotel gesessen und hatten die Jungs beobachtet. Bis heute ist mir schleierhaft, wie sie die Zimmernummer oder die Zimmerfenster herausgefunden hatten. Unser Chefkoch und unser Restaurantleiter bemerkten natürlich die Unruhe vor dem Hotel. Wir machten uns oben in der 4. Etage einen Spaß. Wir winkten immer wieder und hielten benutzte Handtücher aus dem Fenster etc. Bis aufeinmal der Restaurantleiter hinter uns im Zimmer stand. "Für euch gibt es eine Runde extra Arbeit in der Spülküche meine Damen". Das hat gesessen. Provozieren ist seitdem ein Fremdwort.

Nachdem Frühstück saß die Gruppe vor der Abfahrt im Bistro des Hotels, und einer setzte sich ans Klavier und spielte leise vor sich hin. Für ungefähr 3 Minuten verstand ich die Mädels vor dem Hotel. Es war so wunderschön. Ach, könnten nicht alle anderen Männer die ich mag ein Musikinstrument spielen oder singen. Es wäre ein bezaubernder Traum.

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