Montag, Juli 09, 2007

Freundschaft

Die Neugierde treibt uns voran. Wir begegnen neuen Menschen. Einige Bekanntschaften sind kurze Gespräche wert, andere fühlen sich wie nach Hause kommen an, wiederum andere sind prickelnd und verursachen großes Interesse auf mehr Gespräche.
Man freut sich auf jeden neuen Tag. Jeden neuen Moment, in dem man fremde Geschichten und neue Verbindungen entdeckt. Das Leben fühlt sich ein klein wenig fremd an, denn durch neue Ansichten und Erfahrungen entwickelt sich vielleicht auch in unserem eigenem Dasein etwas anderes. Etwas neues, schönes. Man entdeckt eigene neue Facetten.
Vielleicht gibt es auch Momente, da trifft man eben diese Person, diese Person hat andere Erfahrungen gemacht, als wir selber. Die Ausstrahlung dieses Menschen lässt eine so intensive Wärme verspüren, dass man aufeinmal keine Angst mehr hat. Keine Angst vor dem Leben, ob gut oder böse. Man hat keine Angst mehr vor Nähe. Aber vorallem keine Angst mehr einen Abstand zuzulassen, denn man weiss, dass dieser einfach zum Leben dazugehört. Denn man hat die Wärme gespürt, die ehrliche Wärme. Die Worte, die einem Mut gaben. Die Freundschaft/Bekanntschaft, die langsam wächst und in eine Vertrautheit übergeht.
Das Verwirrende sind dann die Momente, wo man selber kein Fuß mehr an die Erde bringt. Man redet nur noch Blödsinn, weil diese Person so wichtig geworden ist. Man will nichts Falsches sagen, und macht genau dieses. Irgendwann kommt er wieder, der Zeitpunkt, wo die eigene Angst die Macht des Körpers übernimmt. Man steht am Anfang, völlig nackt und mit Scham vor einer Person, die einst so vertraut war. Dieser Moment ist vielleicht das Ende der Freundschaft.Oder man entdeckt die Einseitigkeit. Oder man hofft wie immer, dass die Zeit alle Wunden heilt. Vielleicht hat man aber auch einfach nur Glück und die Verzeihung bestätigt uns, dass diese Freundschaft eine wahre ist.

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