Mittwoch, August 01, 2007

WM, WM , wir fahren zur WM




Also ich nicht, aber die Mehrheit meiner Kollegen, denn unser Verband veranstaltet die Faustball-WM 2007. Noch genau 5 Tage. Ich werde in der Geschäftsstelle sitzen und die Passstelle hüten.
Die Geschichte des Faustballs
Vom Zeitvertreib für den Adel zum Hochleistungssport


(Text wurde auf Anordnung von Kollegin s geändert)

Wann genau das Faustballspiel „erfunden“ wurde, ist nicht bekannt. Als sicher gilt jedoch, dass die Wurzeln im südlichen Teil Europas liegen, möglicherweise in Italien. Schon drei Jh. v. Chr. soll dort ein Spiel entstanden sein, bei dem eine Kugel aus Leder mit Armen und Fäusten getroffen werden musste.

Vermutlich gehört damit Faustball zu den ältesten Sportarten der Welt. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen erfuhr das Faustballspiel bereits im Jahre 240 n. Chr. durch Gordanius, Kaiser von Rom. 1555 schrieb Antonio Scaino die ersten Regeln für einen italienischen Volkssport, das Ballonspiel.
Im 16. Jahrhundert erlebte das Spiel eine Renaissance. Es hatte damals allerdings weniger Wettkampfcharakter, sondern galt eher als Zeitvertreib und sportlicher Ausgleich bei Adeligen und Edelleuten. Erst im Jahre 1870 führte Georg Weber den Faustballsport in Deutschland ein. Hauptsächlich von Turnern als Ballsport zum Ausgleich betrieben, galt Faustball bald als Turnersportart. 1885 wurde es in Dresden erstmalig bei einem Deutschen Turnfest vorgeführt. 1894 verfasste Georg Weber zusammen mit Dr. Heinrich Schnell das erste deutsche Regelwerk, das aus dem Ausgleichs- und Gesellschaftsspiel einen Sport mit Wettkampfcharakter machte.
In dieser Zeit verbreitete sich der Sport in die umliegenden, vor allem deutschsprachigen, Nachbarländer, und deutsche Auswanderer trugen den Sport in alle Kontinente, vor allem nach Südamerika und Südwestafrika. Und Faustball war nicht mehr länger ein Ausgleichssport für Turner, sondern eine eigenständige Sportart. Bereits 1927 beteiligten sich in Deutschland annähernd 12.000 Mannschaften am organisierten Faustballsport.
Durch die schnelle Verbreitung des Faustballspiels und die Verbesserung der Spielfertigkeiten wurden weitere Veränderungen im Regelwerk notwendig. So werden seit 1922 nicht mehr die gültigen Überschläge gezählt, sondern die von einer Mannschaft gemachten Fehler. Dadurch änderten sich Spielweise und Taktik erheblich, das Spiel wurde athletischer und dynamischer.
Als Folge der leistungsorientierten Entwicklung wurde 1960 der internationale Verband, die International Fistball Association (IFA) gegründet. Faustball ist zwar nicht olympisch, aber seit Jahren bei den World Games vertreten. Die erste Weltmeisterschaft fand 1968 in Österreich statt. Deutschland gewann im Endspiel gegen Österreich 31:25. Bereits damals waren 14.000 Zuschauer dabei – und ein deutscher Spieler, der als bester Schlagmann den Ehrenpreis erhielt. Sein Name war Fritz Pannewig – und der hat sein Talent an seine Söhne fraglos weitergegeben, denn heute stehen Niels und Jan im deutschen WM-Aufgebot.

(ein weiterer Satz, laut kollegin s, "Schnee von gestern" wurde entfernt)

Wollte ich einfach mal erzählen.

Zu den Schlagarten komme ich später.

Kommentare:

kollegin s hat gesagt…

schön zu wissen, dass noch jemand auf mich hört...bin aber extrem gespannt auf die beschreibung der schlagarten

silli hat gesagt…

heute wird es soweit sein. schlagarten.