Dienstag, Oktober 16, 2007

Geli und ich



Vor gefühlten hundert Jahren erzählte mir ein Vater, dass schwangere Frauen komisch reagieren. Er hatte wie so oft recht. Ich rief sie einfach an. Ich machte mir große Sorgen, die tatsächlich auch berechtigt waren. Sie hat eine schwere Schwangerschaft, und zudem noch andere gesundheitliche Probleme in ihrer Familie. Nach dem Telefonat bin ich dann mal wieder in den Keller gegangen, und habe den tollsten Fund des Jahres gemacht. Meine Mutter hatte uns damals immer Überweisungsscheine zur kassenzahnärztlichen Behandlung mitgebracht. Wir setzten daraufhin unsere Puppen auf den Stuhl und spielten Zahnarzt. Könnt ihr das Datum lesen? Das ist doch toll oder? Ein Jahr später habe ich mein erstes Tape aufgenommen. Das heisst, dass ich neben Puppen Kassetten aufgenommen habe.

Jetzt denke ich eigentlich täglich an Geli. Damals schwärmten wir für unsere erste Gruppe. Das war A-ha. Geli ist drei Jahre älter als ich, doch sie spielte mit mir wie mit gleichaltrigem Mädchen. Ich weiss noch genau, wie wir immer A-ha nachgespielt hatten. Ich besaß so eine (die gibt es immer noch bei Mama im Bastelkeller) Coca Cola Riesentonne. Das war unser Schlagzeug. So könnte ich jetzt viele Geschichten von uns erzählen. Aber ein Lied möchte ich ihr jetzt gerne widmen, und ihr wünschen, dass alles gut verläuft, damit bald alle gesund und munter das neue Leben genießen können, auf das ich mich selber auch freue. Ich habe bewusst dieses Lied gewählt, weil wir dieses stundenlang im Dunkeln gehört haben, und mit dem Schatten an der Wand gespielt haben.

Meine längste und beste Freundin wird Mama.

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