Samstag, Dezember 22, 2007

Über Skispringen und Helmut Schmidt

Die Erfolgskurve des Skispringens ging bergab nach einem Höhenflug. 2003 musste Reinhard Hess gehen, und Wolfgang Steiert kam. Der musste aber auch ganz schnell wieder gehen und Peter Rohwein kam. Nun, vier Jahre nach Beginn der Talfahrt sieht es so aus, als ob Rohwein wieder gehen muss. Jetzt würde ich gerne wissen wollen wieviel Wahrheit in den journalistischen Beiträgen steckt. Auf bekannten Skisprungseiten wird es wie immer bis zuletzt nichts zu lesen geben. Ich lass mich überraschen, aber es macht die Saison spannend.
Das ist alles ganz schön verrückt. Hess ging, Nokos und Spezialtrainer wurden durcheinander gewürfelt. Nun ehemaliger Nokotrainer auch wieder ziemlich in Not. Ausführlicher will ich das Thema erstmal nicht angehen.

Der Morgen war so schön.
Es ist Samstag, und es sind nur noch zwei Tage bis Heilig Abend. Ich liege noch im Bett. Eigentlich möchte ich Wintersport gucken, als ich bei Phoenix auf ein Interview mit Helmut Schmidt stoße. Ich starre auf den Bildschirm, und spüre die Energie, Kraft und den Lebensmut. Es ist fast unheimlich, wie zuversichtlich und ruhig dieser Mensch auf mich wirkt. Erst jetzt kommt mir der Wunsch seiner Biographie wieder ins Gedächtnis. Welch persönliche Schicksale Loki und Helmut Schmidt erleiden mussten, war mir nie so bewusst. Loki hatte fünf Fehlgeburte, und dazu kam noch ein früher Tod eines kleinen Sohnes . Helmut Schmidt sagt, dass man der Angst begegnen muss. Und wenn er das sagt, hört es sich so sanft so beruhigend an.

Es ist schön, so kurz vor Weihnachten diese tolle Sendung zu sehen. Diese Interviews sind so ehrlich und ermutigend. Fast taucht man in eine andere Zeit ab, die mir vertrauter ist, und in der ich mich wohler fühle. Ich würde fast sagen, dass Loki und Helmut Schmidt in privater Hinsicht ein Vorbild für mich sind.

Desweiteren hat Marc Aurel sehr viel für Helmut Schmidt getan.


„Du kannst nicht im Schreiben und Lesen unterrichten, wenn du es nicht selber kannst; viel weniger lehren, wie man recht leben soll, wenn du es nicht selber tust.“ (XI, 29)

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