Mittwoch, Juli 09, 2008

Wenn Kollegin anderes S mit Kollegin S

Es waren einmal zwei Kolleginnen S, die mussten sich ein Hotelzimmer teilen. Über sechs Tage mussten sie in der verbotenen Stadt in Südniedersachsen verweilen, um sehr hart für ihr täglich Brot und Wasser zu arbeiten. Bei Ankunft wollte man sie erst in ein kleines gemeinsames Bett stecken, doch sie wussten sich sofort zu helfen und verlangten umgehend getrennte Betten. Als die Beiden die Raucheretage erreichten begann für Kollegin anderes S und Kollegin S eine aufregende Zeit.

Jeden Abend, nach 12 Stunden harter Arbeit, ging es nach einem kurzen Zwischenstop im Hotel an die Schlossplatzbühne oder in die Altstadt. Da wurden in geselliger Runde einige Bierchen oder Weinchen getrunken.

Die eine Kollegin S (Silli) benutzte Ohropax, denn die Hauptstraße war jede Nacht sehr befahren, doch am nächsten Morgen hatte Kollegin S (die Andere) ein kleines Problem. Durch die fünf Bierchen und die Ohropax hörte die Zimmergenossin kein Wort. Alle Versuche sie zu wecken waren vergebens. Es blieb ihr nur noch ein Anstupsen oder ein Rütteln . Sie versuchte es ganz vorsichtig, und mit einem Mal fuhr Kollegin S hoch und haute den linken Arm so zur Seite, dass Kollegin anderes S zurückweichen musste.

Kollegin S war es nicht gewohnt jeden Abend Bierchen zu trinken, und so war sie nach einigen Tagen sehr erschöpft. Die Kollegin anderes S hat da schon mehr Erfahrungen, und lag auch schon mal eine Nacht wach. Doch das sie genau diese Nacht zweimal aufstehen würde, um nach Kollegin S zu sehen, die wie versteinert schlief, hätte sie sich vorher auch nie gedacht. Sie machte sich große Sorgen und hörte auf die Atmung. Am nächsten Morgen nach dem Aufwachen war sie sehr erleichert.


Doch auch Kollegin anderes S machte Kollegin S Sorgen. Kollegin anderes S wollte einen Tag doch etwas eher Feierabend machen, um sich im Hotel etwas auszuruhen. Kollegin S folgte dann zwei Stunden später, und fuhr beim Betreten des Hotelzimmers zurück. Kollegin anderes S lag wie Gott sie schuf im Bett. Kollegin S erschrack und fragte sofort wo denn der Mann wäre. Im Schrank oder im Badezimmer. Ach nein, es war ja ganz anders. Sie betrat das Zimmer und fragte etwas überrascht: Hast du eine Nummer geschoben?

Und so lebten sie glücklich, und waren zufrieden als sie die verbotene Stadt wieder verlassen durften. Nun schläft wieder jeder in seinem Kämmerlein, aber noch oft werden die Kolleginnen S an diese Tage denken müssen.

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