Freitag, August 01, 2008

Yogaliteratur

Wenn ich eine Buchhandlung betrete lande ich zum Schluss immer in der Sportecke. Dort grinsen mich natürlich immer die Yogabücher an. Besonders interessant empfinde ich die etwas bekannteren Personen, die uns Yoga vermitteln wollen.
Es gibt aber große Unterschiede. Es liegt wohl am Anspruch, der bei mir selber sehr hoch liegt, dass ich zwei Bücher in meinem Regal total unterschiedlich beurteile.

Im Yoga ist es immer wichtig nur so weit zu gehen, wie es für einen selber als angenehm und richtig erscheint. Aus diesem Grund fange ich mit dem für mich negativen Beispiel an. Ich wiederhole: für mich negativ. Also hier für mich die nicht so gelungene Ausgabe.



Ursula Karven- Yoga für dich und überall




Der Ansatz des Buches ist klasse. Yoga für überall. Das hat bei mir ein Kaufgefühl geweckt. In der Straßenbahn, im Büro, im Bett..überall Yoga ohne das es jemand merkt. Yoga damit ich mich überall schnell entspannen kann. Im Hinterkopf habe ich immer den exklusiven Yogaclub auf Mallorca. Die wecken kein Gleichgewicht in mir. Die Bilder sind entzückend.
Ich würde sie mir am liebsten ausschneiden und als Wanddekoration nutzen. Aber das geht erst wenn ich ein Zimmer ganz für mein Yoga habe. Aber ansonsten hat das Buch nichts Gutes für mich. Vielleicht liegt es an meiner langjährigen Erfahrung mit Yoga, dass dieses Buch nichts für mich ist. Es ist zu einfach. Ich würde es nicht empfehlen.



Es liegt wirklich nicht am Geschlecht. Es ist selten, dass man Männer für Yoga begeistern kann. An dieser Stelle hatte ich das Glück zu überzeugen. In diesem Fall begeistert mich ein Mann, der sich für Yoga interessiert und es natürlich auch lebt.



Ralf Bauer reiht nicht nur Asanas (Körperübungen) auf, nein, er schreibt über seine Spiritualität und seinen geschwächten Körper. Er vermittelt genau diese Emotionen, die man nach und nach spürt. Den Einklang von Körper und Seele, den man durch die Übungen erreichen kann. Für ihn ist Yoga kein Trendsport, den man so hipp wie möglich vermarkten muss. Er berichtet über seine Reisen und über das Fasten.



Die Fotos sind sicher sehr ansprechend. Ralf Bauer in sämtlichen Yogaübungen ist eine Augenweide, aber es ist nicht das was das Buch ausmacht. Man erkennt wie wichtig es für ihn ist, dieses Gefühl zu vermitteln. Die Gesundheit und Ausgeglichenheit. Er schreibt über die Reizüberflutung in unserer Gesellschaft, und trifft sofort auf meine Zustimmung. Ich hatte mich verloren, ich konnte für Yoga nichts mehr empfinden. Dieses Buch hat mich wieder zu mir gebracht. Ich kann es wieder genießen. Dafür bin ich dankbar.

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